„Was kann ich daraus ziehen und welche Erkenntnis habe ich gewonnen?" Diese Einstellung ist meine Essenz, nicht nur für die Kreativität, sondern auch für die in mir steckende Neugier. Ich verstecke nicht die Tatsache, dass ich von Typografie besessen bin. Egal, ob es das konstante Bewerten oder einfach meine Liebe für Formen, Gegenformen und die Vielfalt der Glyphen. Alles, was damit zusammenhängt, begeistert mich. Das Streben nach dem Extremen, dem Unkonventionellen, ist die Essenz, die oft die Sicht auf Ideen, Probleme und Herausforderungen anders beleuchtet. Damit möchte ich visuelle Eindrücke schaffen, die man fast fühlen kann!
AKW Zwentendorf, eine Location die so vielfältig ist wie ihre Besucher*innen. Ich habe mithilfe von JavaScript ein Tool erstellt, welches diese Vielfalt zeigen kann. Mit drei Farbprofilen, einer 3D-Funktion sowie Aufnahme-Export und Animationsreglern wurde das Tool zu einer vielfältigen CI-Maschine.
Eine Font sagt mehr als 1000 Worte
Das Buch „Bitte zurückspulen" vereint Artikel, Arbeiten und Interviews, die die Schattenseiten von online Medien beleuchten. Zugleich zeigt es, wie analoge Formate nicht nur als Gegenpol, sondern als ästhetisch mutigere und haptisch reizvolle Alternativen überzeugen. Inhaltlich wie gestalterisch zitiert das Buch den Charme vergangener Medien und vermittelt das Gefühl, etwas Besonderes, wie eine Trophäe, in den Händen zu halten. Das gesamte Medium wurde auf Silberpapier gedruckt und eigenständig gebunden.
cooperation mit Lukas Kuhl
Die Wiener Festwochen haben uns beauftragt, Real für die kommende Saison zu machen – und das machten wir. Ein buntes, vielfältiges und aggressives Design, welches unkonventionell, laut und Handarbeit widerspiegelt. „Nichts ist fertig, außer mir."
Dieses Projekt widmet sich der Verbindung analoger und digitaler Gestaltungsmethoden. Ausgangspunkt war das Alphabet der Marat: Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen wurden in Holzplatten geschnitzt und anschließend im Tiefdruckverfahren auf Papier gedruckt. Die Drucke wurden gescannt, digitalisiert und zu einer Schrift weiterverarbeitet. Wie eine klassische digitale Schriftart wurde sie typografisch gesetzt und anschließend mithilfe eines Plotters ausgedruckt. Das geplottete Motiv diente als Vorlage für ein Sieb, das belichtet und für den anschließenden Textildruck verwendet wurde. So entstand eine mehrstufige, hybride Gestaltung: ein Wechselspiel aus Handwerk und digitaler Technik.
Leftovers, eine Band, die das lebt, was sie fühlt. Melodischer Wiener Punk trifft auf in sich fließende Formen der Typografie. Sehen und fühlen, statt darüber zu lesen.
Die vorgestellte Schrift ist eine charakterstarke Display-Font mit hohem Wiedererkennungswert. Sie entstand aus der experimentellen Arbeit mit einer Breitfeder, die im 90°-Winkel gehalten wurde. Die Technik, ist für die maßgeblich markante Strichführung und den Einsatz von Reverse Stress versantwortlich. Besonders ist die Gestaltung der Schrift als variables System.Anstelle mehrerer Schriftschnitte bietet sie drei konzeptuelle Alternativen, die über OpenType-Features aktiviert werden können.
EDC Project
Beschreibung des EDC Projekts.
cooperation mit Laura Jean Baptiste
Dieses Musikvideo entstand zum Song Elektronisches Mädchen von Punk Christ. Ziel war es, das Gefühl und den Charakter des Liedes visuell und typografisch zu interpretieren.
Das Video wurde mit Adobe Premiere Pro, After Effects und Blender realisiert. Mein Schwerpunkt lag dabei auf Schnitt, Animation und typografischer Gestaltung in Premiere und After Effects.
Cooperation mit Laura Jean Baptiste
Durch SSTV-Technologie wurden Bild und Ton in ein gemeinsames Audiosignal umgewandelt. Beim Decodieren entstand daraus ein Bild, das Ton und Bild vereint. Das entstandene Bild wurde mehrfach kodiert und dekodiert, wodurch es zunehmend verfiel. Diese Iteration symbolisiert, wie sich negative Emotionen auf Selbstbild und Fremdwahrnehmung auswirken. Jeder Begriff wurde durch sechs Bilder visualisiert, deren zunehmender Zerfall die zerstörerische Kraft der Emotionen metaphorisch zeigt, bis zur fast völligen Unkenntlichkeit.
cooperation mit Amelie Thiele
Der Creativ Club Austria sucht den heißesten Scheiß. Jedes Jahr die Frage: Wo brennen die Köpfe? Wo passiert gerade das Beste, Frischeste, Mutigste im Design? Diese Kampagne wurde genau dafür gemacht. Sie ist die Antwort auf einen Wettbewerb, der keine lauen Ideen will – sondern echte Hitze. Konzepte, die glühen. Arbeiten, die man nicht ignorieren kann. CCA will wissen, wo es brennt. Hier brennt es.
Griff ist kein gewöhnliches Bouldermagazin. Ich zeige die raue und anspruchsvolle Seite des Boulderns, fernab von bunten Bildern und glatten Oberflächen. Mein Ziel ist es, die harte körperliche Arbeit und die tiefe Leidenschaft hinter dem Bouldern zu vermitteln und eine Community von gleichgesinnten Boulderern zu vereinen."
Das Buch soll die rebellische Natur von Brechts „Dreigroschenoper" widerspiegeln. Dazu wird eine Punkästhetik verwendet. Damit soll die Kritik an der bürgerlichen Gesellschaft, die Ablehnung von Normen und die Rohheit der Darstellung beider Bewegungen ausgedrückt werden. Das Buch ist eine Hommage an die Antikultur und bricht bewusst klassischen Buchästhetiken. Das Opernbegleitheft orientiert sich gestalterisch an alten Punk-Zines und wurde bewusst auf einfachem, preiswertem Papier gedruckt sowie in Handarbeit mit einer passenden Fadenbindung versehen.
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Marcin Hentsch
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